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Nr. 78 / 2026

Ein Blick in die neue intermezzo-Ausgabe

Was erwartet uns in der neuen Konzertsaison? Wer steht auf der Bühne? Und welche Geschichten stecken eigentlich hinter der Musik, die wir gemeinsam erleben? Die neue Ausgabe von intermezzo nimmt uns mit auf eine musikalische Reise durch die Saison 2026/27 – und zeigt einmal mehr, wie vielfältig die Welt der Nordwestdeutschen Philharmonie ist.

Im Mittelpunkt steht zunächst ein echtes Großereignis: Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“. Mit der Premiere am 11. September schließt sich in Minden ein Kreis, der vor fast 25 Jahren mit dem „Fliegenden Holländer“ begann. Damit wurden in Minden tatsächlich alle zehn Opern des sogenannten Bayreuther Kanons aufgeführt. Was hinter diesem außergewöhnlichen Wagner-Projekt steckt, welche Herausforderungen die fast viereinhalb Stunden dauernde Oper mit sich bringt und warum Wagner darin überraschend viel Humor, aber auch eine gesellschaftliche Botschaft versteckt hat – davon erzählt diese Ausgabe.

Besonders spannend ist auch das Gespräch mit Simon Bailey, der in Minden erstmals die Rolle des Hans Sachs übernimmt. Für einen Bass-Bariton sei diese Partie der „Mount Everest“ – und allein der Umfang der Rolle ist beeindruckend: rund 5.000 Wörter. Was bedeutet ein solches Rollendebüt für einen Sänger? Und warum hat ausgerechnet der Regisseur Keith Warner ihm geraten, nach Minden zu kommen?

Doch die neue Saison blickt weit über die Region hinaus. Zum ersten Mal in ihrer mehr als 75-jährigen Geschichte reist die NWD nach Portugal. In Lissabon und Torres Vedras stehen Beethoven und Dvořák auf dem Programm – ergänzt durch die Uraufführung eines Cellokonzerts des portugiesischen Komponisten und Dirigenten Nuno Côrte-Real.

Und auch Amsterdam bleibt ein besonderer Ort für die NWD. Das Concertgebouw gilt als einer der großen Sehnsuchtsorte der klassischen Musik. Die Ausgabe lädt dazu ein, diesen legendären Konzertsaal einmal mit anderen Ohren zu erleben: Was macht seine Akustik so besonders? Und warum kann dort selbst ein Pianissimo scheinbar durch den ganzen Raum weiterleben?

Natürlich geht es in intermezzo nicht nur um die großen internationalen Bühnen. Die neue Saison bietet auch in Ostwestfalen-Lippe eine enorme musikalische Vielfalt: Rund 130 Konzerte stehen auf dem Programm – von der Wiener Klassik bis zur zeitgenössischen Musik, von großen Sinfoniekonzerten über Kammermusik bis zu Oper und Chorkonzerten. Dazu kommen zwei Uraufführungen und internationale Gastspiele.

Und die Musikvermittlung kommt ebenfalls nicht zu kurz: 24 Kinderkonzerte in neun Städten erreichen rund 12.000 Schülerinnen und Schüler. Die „Drum Twins“ sorgen gemeinsam mit dem Orchester für Rhythmus, Spaß und garantiert den einen oder anderen Überraschungsmoment. Für die etwas Älteren geht es musikalisch „Ab in den Süden“ – mit Mendelssohns „Italienischer“, italienischer Filmmusik und einem Ausflug in die Oper.

Schließlich lernen wir in dieser Ausgabe auch Menschen kennen, die den Klang der NWD prägen: etwa den neuen 1. Konzertmeister Hans Henning Ernst, der schon als Vierjähriger bei einem Open-Air-Konzert seine Leidenschaft für die Musik entdeckte. Heute, rund 25 Jahre später, sitzt er selbst als Konzertmeister im Orchester.

Die neue intermezzo-Ausgabe ist damit weit mehr als ein Programmheft. Sie erzählt Geschichten hinter der Musik, stellt Künstlerinnen und Künstler vor, führt an besondere Orte und macht Lust auf das, was vor uns liegt.

Viel Vergnügen beim Lesen – und natürlich beim Wiederhören und Neuentdecken in der Saison 2026/27!

»intermezzo« #78

Die neue intermezzo-Ausgabe ist weit mehr als ein Programmheft. Sie erzählt Geschichten hinter der Musik, stellt Künstlerinnen und Künstler vor, führt an besondere Orte und macht Lust auf das, was vor uns liegt.