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Mozart · Bruckner

Marzena Diakon und Kolja Blacher zu Gast bei der Nordwestdeutschen Philharmonie

Kolja Blacher, der frühere Erste Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, steht für Interpretationen voller Klarheit, Freiheit und intensiver Durchdringung der Musik. In der Februar-Konzertserie tritt der Geiger gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und der aus Polen stammenden Dirigentin Marzena Diakun in fünf Konzerten in der Region auf – im Gepäck seine legendäre Stradivari von 1730. Mit ihr verleiht Kolja Blacher Mozarts Violinkonzert Nr. 5 Glanz und Tiefe.

Die Hinwendung zur Musik für Violine und Streicher fand bei Mozart 1775 ihren Höhepunkt: Innerhalb von nur neun Monaten komponierte Mozart fünf Violinkonzerte, darunter das Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur, mit dem sich der Salzburger Komponist von seiner überraschenden Seite zeigt – und das nicht nur im Umgang mit ständig wechselnden Tempi und Metren innerhalb eines einzigen Satzes. Freiheit, wohin das Ohr nur reicht: Mozart beweist formale Originalität, ebenso wie die souveräne Beherrschung sowohl des italienischen wie auch des französischen Stils als eindrucksvoller Beleg seines kosmopolitischen Denkens im Alter von nur 19 Jahren. Im Finalsatz wird es besonders spannend, denn hier begegnet dem Zuhörenden eine Episode im sogenannten „alla turca“-Stil, der in der Oper jener Zeit große Popularität genoss. Mozart erzielt diesen Effekt vor allem durch eine besondere Spielanweisung für Celli und Kontrabässe: „coll’arco al roverscio“ – also mit dem Holz des Bogens zu spielen –, wodurch ein scharf perkussiver Klang entsteht.

Solist im Violinkonzert Nr. 5 von Mozart ist der in Berlin geborene Geiger Kolja Blacher, der bereits im Alter von fünfzehn Jahren zum Studium bei der legendären Pädagogin Dorothy DeLay an der Juilliard School of Music in New York zugelassen wurde. Seine Ausbildung vollendete er anschließend bei Sándor Végh in Salzburg, bevor er eine außergewöhnliche internationale Karriere als Solist begann. Seit Oktober 1999 ist Kolja Blacher Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Hamburg, seit dem Frühjahr 2009 zudem Professor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

Das Programm bleibt auch in der zweiten Hälfte fantasiereich: 1866 in Linz vollendet, sprüht die Sinfonie Nr. 1 von Anton Bruckner vor Drang und Originalität. Hier ist Bruckners Stil im Werden zu erleben: monumentale Architektur, kraftvolle Bläserfarben, erste Anklänge an die berühmte „kathedrale Klanglichkeit“. Dramatische Themen, überraschende Wendungen und ein energiegeladenes Finale machen sie zu einem faszinierenden Blick in die Werkstatt eines Genies – roh, kühn und unverwechselbar Bruckner. Dirigiert wird die Nordwestdeutsche Philharmonie am Abend von Marzena Diakun, die es versteht, Dichte, Ausdruckskraft und Details aus jedem Werk herauszulocken. Die polnische Dirigentin ist Professorin an der Hochschule in Breslau und erhielt im Laufe ihrer eigenen Ausbildung Inspiration durch große Vorbilder wie Kurt Masur, Pierre Boulez und Marin Alsop.

Das Programm

Wolfgang Amadeus Mozart Violinkonzert Nr. 5 A-Dur
Anton Bruckner Sinfonie Nr. 1 c-Moll
 

Nordwestdeutsche Philharmonie
Kolja Blacher, Violine
Marzena Diakun, Leitung

Termine:

• Detmold – Konzerthaus (HfM)
DI, 17.02.2026, 19:30 Uhr

• Paderborn – Paderhalle
MI, 18.02.2026, 19:30 Uhr

• Herford – Stadtpark Schützenhof
FR, 20.02.2026, 20:00 Uhr

• Bad Salzuflen – Konzerthalle
SA, 21.02.2026, 19:30 Uhr

• Bad Oeynhausen – Theater im Park 
SA, 22.02.2026, 18:00 Uhr

Tickets sind an den jeweils auf der Konzertseite angegebenen Vorverkaufsstellen, für die Konzerte in Herford und Bad Salzuflen über die Geschäftsstelle der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und für das Konzert in Herford zusätzlich als Online-Ticket via Vibus erhältlich.