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FR., 15.05.2026

20:00 Uhr – Herford – Stadtpark Schützenhof

Nordwestdeutsche Philharmonie
Jeno Lisztes, Cimbalom
Jonathan Bloxham, Leitung

George Enescu Rumänische Rhapsodie Nr. 1 A-Dur op. 11

Franz Liszt Fantasie über ungarische Volksmelodien für Cimbalom und Orchester

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

Ein trapezförmiger Klangkörper, über dessen Oberseite rund 125 Metallsaiten gespannt sind. Gespielt wird es mit weichen Schlägeln, meist mit Filz überzogen. Es steht auf vier Beinen, misst etwa einen Meter in der Höhe und bringt mit Pedal rund 90 Kilogramm auf die Waage. Die Saiten erinnern an Klaviersaiten, sind jedoch speziell für dieses Instrument gefertigt. Das Ergebnis ist ein faszinierender Klang zwischen Harfe und Klavier – mit einem Tonumfang von bis zu fünf Oktaven. Das tief in der Volksmusik Ungarns, der Slowakei, der Ukraine und Rumäniens verwurzelte Cimbalom hat eine faszinierende Geschichte und einen ebenso außergewöhnlichen Klang: glockenhell, schimmernd, voller Resonanz.

Franz Liszt und das Cimbalom – auf den ersten Blick keine naheliegende Verbindung, auf den zweiten jedoch eine musikalisch äußerst spannende. Denn obwohl Franz Liszt selbst kein Werk speziell für Cimbalom geschrieben hat, ist sein Schaffen tief von jener Klangwelt geprägt, aus der dieses Instrument stammt. Am Freitag, 15.05.2026 um 20:00 Uhr wird der in Budapest geborene Cimablom-Spieler Jenő Lisztes die „Fantasie über ungarische Volksmelodien“ von Franz Liszt in einer Bearbeitung für Cimbalom und Orchester spielen. Hier kann das Cimbalom voll zur Geltung kommen: schnelle Repetitionen, perkussive Effekte, glitzernde Läufe und abrupte Dynamikwechsel.

Eingerahmt wird das Solokonzert von zwei bedeutenden Orchesterwerken: der farbenreichen Rumänischen Rhapsodie Nr. 1 von George Enescu sowie der Sinfonie Nr. 6, der berühmten „Pastorale“, von Ludwig van Beethoven. Während Enescu folkloristische Klangwelten orchestriert, entführt Beethoven in eine idealisierte Naturlandschaft – ein Kontrast, der die programmatische Vielfalt des Abends unterstreicht.

Tickets sind im Vorverkauf über die Touristinformation Herford (05221-1891526), die Buchhandlung E. Otto (05221-53179), das Theaterbüro in der Stadtbibliothek (05221-500007), die Geschäftsstelle der Nordwestdeutschen Philharmonie (05221-98380), direkt an der Abendkasse erhältlich oder online via Vibus erhältlich.