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Akiho · mahler

Andy Akiho

Im Mittelpunkt der März-Abonnementreihe der Nordwestdeutschen Philharmonie (das Programm und alle Termine finden Sie unten) steht der international gefeierte Schlagzeuger Colin Currie mit dem eigens für ihn komponierten Konzert von Andy Akiho.

Von der The New York Times als „konventionssprengend“, „hellwach und elektrisierend“, „dramatisch“ und „voller pulsierender Energie“ gefeiert, zählt Andy Akiho zu den aufregendsten Stimmen der zeitgenössischen klassischen Musik. Als ebenso leidenschaftlicher Performer wie visionärer Komponist verbindet er Stile, Kulturen und Klangwelten zu einem unverwechselbaren musikalischen Kosmos. Zu seinen jüngsten Höhepunkten gehören Auftragswerke und Uraufführungen für die New York Philharmonic, das National Symphony Orchestra oder das Shanghai Symphony Orchestra. Als Pulitzer-Preis-Finalist und siebenfacher GRAMMY®-Nominierter sprengt er mit seinen kraftvollen, kompromisslosen Werken die Grenzen der klassischen Musik – und erschafft Klangwelten, die komplexe, überraschende Muster freilegen.

Geboren 1979 in Columbia, South Carolina, lebt Akiho heute in Portland, Oregon, und New York City. Sein Weg ist alles andere als klassisch: Den Großteil seiner Zwanziger verbrachte er damit, Steel Pan nach Gehör in Trinidad und New York zu spielen – komponiert hat er erst ab seinem 28. Lebensjahr. Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis seiner Strahlkraft: Akiho schreibt nicht für Instrumente – er schreibt für Menschen. Oft entstehen seine Werke spätabends in Cafés, Clubs oder Restaurants, im Dialog mit dem Leben um ihn herum. Seine Musik ist Begegnung. Energie. Bewegung. Und immer: ein Schritt über das Erwartbare hinaus. Und genau deshalb ist das für Colin Currie komponierte Schlagzeug-Konzert nicht einfach eine Spotify-Playlist pulsierender Percussion-Highlights, sondern ein kraftvolles künstlerisches Statement.

2019 komponierte Andy Akiho sein „Percussion Concerto“ für Currie – ein Werk, das Biografie und Musikgeschichte verschmelzen lässt. Akiho sog Einflüsse aus Westafrika, Brasilien und vor allem aus Trinidad und Tobago auf, wo er tief in die Welt der Steel Drums eintauchte. Im ersten Satz seines Konzerts spielt der Solist auf dreizehn gestimmten Keramikschalen – je eine für jeden chromatischen Ton. Mit Holzstäbchen angeschlagen, entfalten sie eine überraschende Zartheit. Später wird sogar ein Spielzeugklavier zur Schlagwerkstimme. Und im dritten Satz, „Steel“, klingt Akiho’s große Liebe an – hier in Form eines Glockenspiels. Wo liegen die Grenzen? Gibt es sie überhaupt? Schon Tan Dun verwandelte Wasser in ein Soloinstrument. Akiho komponierte mit Skulpturen. Schlagzeugkonzerte sind heute Klangtheater – visuell, physisch, unmittelbar. Und doch geht es nicht um Effekte. Für Akiho ist es die Essenz des Klangs, die zählt: „Viele glauben, ich suche das Spektakuläre. Aber das ist einfach die Welt, in der ich mich zu Hause fühle. Es ist kein Gimmick. Klangfarbe und Rhythmus – das ist mein Kosmos.“

Programm

Andy Akiho Konzert für Schlagzeug und Orchester
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Nordwestdeutsche Philharmonie
Colin Currie, Schlagzeug
Jonathan Bloxham, Leitung

 

Termine:

  • Sonntag, 15.03.26, 20.00 Uhr, Gütersloh, Stadthalle
  • Montag, 16.03.26, 20.00 Uhr, Minden, Stadttheater
  • Dienstag, 17.03.26, 19.30 Uhr, Detmold, Konzerthaus (HfM)
  • Mittwoch, 18.03.26, 19.30 Uhr, Paderborn, Paderhalle
  • Freitag, 20.03.26, 20.00 Uhr, Herford, Stadtpark Schützenhof
  • Samstag, 21.03.26, 19.30 Uhr, Bad Salzuflen, Konzerthalle

Tickets sind an den jeweils auf der Konzertseite angegebenen Vorverkaufsstellen, für die Konzerte in Herford und Bad Salzuflen über die Geschäftsstelle der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und für das Konzert in Herford zusätzlich als Online-Ticket via Vibus erhältlich.