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Konzert für Junge Leute 2020: World of Rhythm

Das diesjährige Konzert für Junge Leute der Nordwestdeutschen Philharmonie hat sich die Instrumentenfamilie "Schlagzeug" zum Thema gemacht. Unter dem Motto No Rhythm - No Music! wird zum einen in Basisbegriffe wie Takt/Taktart, Tempo und Metrum eingeführt und zum anderen das umfangreiche Instrumentarium und seine unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten präsentiert. Die Ausführenden sind die beiden NWD-Schlagzeuger Dan Townsend und Aron Leijendeckers, die sich als Duo unter dem Namen DrumTwins überregional ein gutes Renommée erarbeitet haben.

Bei diesem Programm erscheint uns ein einführender Workshop für Lehrkräfte nicht notwendig zu sein. Es wäre aber gut, die Schülerinnen und Schüler in das Thema Bodypercussion einzuführen, damit eine für das Konzert geplante Interaktion zu diesem Thema erfolgreich verlaufen kann. Im Folgenden geben wir Ihnen einige Hinweise, wie Sie mit diesem Thema umgehen könnten.

Musik ohne Instrumente/Bodypercussion
Unter "Bodypercussion"  versteht man das Musizieren mit dem Körper als Instrument. Dabei erfolgt die Klangerzeugung mit dem eigenen Körper unter Zuhilfenahme von Händen, Füßen, Fingern und Mundhöhle. Die Stimme steht hierbei im Hintergrund, das Hauptaugenmerk liegt auf dem Erzeugen von Geräuschen.

Klangerzeugung
Die wichtigsten Klangerzeugungsmöglichkeiten bei der Bodypercussion sind das Klatschen mit den Händen, das Klopfen mit den Händen auf andere Körperteile und das Stampfen mit einem oder mit beiden Füßen. Auf alle Körperteile kann geklopft bzw. geklatscht werden, wobei hier entweder die flache Hand,  die Faust oder auch nur die Finger zum Einsatz kommen. Durch Veränderung der Handform wird sowohl beim Klatschen als auch beim Klopfen der Klang verändert. Weitere Möglichkeiten sind z. B. mit der Zunge schnalzen, Ploppen und Fingerschnippen.

In unserem Video demonstriert Dan Townsend einige Möglichkeiten der Klangerzeugung.
Hier können Sie das Video herunterladen: zum Download bitte hier klicken

Das „Musizieren mit dem Körper“ lässt sich grob in drei Bereiche einteilen:

1.) Füße

Die Bewegung der Beine ist in der Regel gleichmäßig und verkörpert somit das musikalische Grundelement „Metrum“ bzw. „Groove“ oder auch „Puls“. Taktmäßiges rhythmisches Stampfen gehört bei jedweder Art von Naturvölkern als wesentliches Element zum Tanz. Anstatt ein Lied klatschend zu begleiten, kann man auch einmal – im wahrsten Sinne des Wortes – mitgehen, d. h. die Stimmung einer Melodie oder eines Textes mit verschiedenen „Fußklängen“ begleiten und somit ein Lied quasi „ertanzen“.
Die praktische Fußarbeit kann man mit einer Art „Spaziergang“ beginnen.

2.) Hand

Die Hand ist mit Sicherheit das wohl am weitesten verbreitete Instrument auf dieser Welt. In Personalunion von Musiker und Tänzer übernehmen die Füße den Part der rhythmisch-tänzerischen Bewegung, die Stimme gestaltet die melodische Linie, während die Hände noch frei sind zur perkussiven Begleitung.
Dem dumpfen Sound des Stampfens steht der helle klatschende Laut des Körpers gegenüber, den die eigenen Hände schlagen: Oberarm, Flanken, Bauch, Gesäß und Schenkel werden zu Musikinstrumenten.

Beispiele von Klatscharten sind das Flachhandklatschen, das Hohlhandklatschen und alle Varianten dazwischen.

Das Fingerschnipsen gilt als eigene Klanggeste. Es ist sozusagen im Gegensatz zum Klatschen der beiden Hände der Klang einer Hand.

 

3.) Kopf

Das Zungenschnalzen: Das Schnalzen kann klanglich beeinflusst werden, indem man die Mundöffnung in Form einer Vokalfärbung zwischen a-, e- und o-Stellung verändern.

 

Wir wünschen Ihnen bei der Vorbereitung viel Spaß!

Groovige Grüße,
Ihre Drum Twins von der Nordwestdeutschen Philharmonie

Aufgabe

Denken Sie sich zusammen mit den Schülern ein kleines Arrangement für eine Bodypercussion aus, Ausgangspunkt dafür sollte das Tempo von ‚We will rock you!‘ (Rockgruppe Queen) sein. Führen Sie das Ergebnis während des Konzertes mit uns bzw. für uns auf. Die Länge ist beliebig, die Einlage sollte aber aus aufführungspraktischen Gründen nicht länger als 150 Sekunden dauern. Damit wir den Konzertverlauf besser planen können, wäre es hilfreich, wenn Sie uns eine kurze Information per Email geben würden, was Ihre Klasse zum Konzert beitragen möchte.

Kleiner Hinweis: Oft ist es effektiver, wenn sich die Schüler selber in kleinen Gruppen einen Rhythmus oder neue Klänge ausdenken. Alle ‚Einzelteile‘ können Sie dann hintereinander ‚kleben‘ oder vielleicht sogar über einander legen. So sind die Schüler noch aktiver bei der Sache und ist es auch einfacher, die „Komposition“ auswendig zu lernen