Egmont

Zwei Revolutionäre: Beethoven und Egmont
Beethovens Schauspielmusik zu Goethes Egmont

Beethovens „Egmont“-Ouvertüre und seine Schauspielmusik zu Goethes Drama „Egmont“ ist eine ungemein packende und ausdrucksstarke Musik, die gut zu verstehen ist und Junge Hörer mitreissen kann. Ganz deutlich hat Beethoven den Kampf von Gut und Böse dargestellt und am Ende die Hoffnung, dass das Gute siegt.

Das „Böse“, das ist der Statthalter des spanischen Königs in den Niederlanden, der brutale Herzog Alba. Die „Guten“, das sind die unterdrückten Niederländer. Sie wurden lange beherrscht vom spanischen König, wollten aber frei und unabhängig sein. Ein Anführer der Niederländer in ihrem Freiheitskampf war Graf Egmont. Herzog Alba ließ den Grafen Egmont hängen. 80 Jahre dauerte der Kampf. Er endete 1648, ein halbes Jahr vor dem „Westfälischen Frieden“ mit dem Vertrag von Münster.

Die Geschichte des Grafen Egmont brachte Johann Wolfgang von Goethe auf die Bühne. Als das Stück 1810 im Hofburgtheater in Wien gespielt wurde, komponierte Ludwig van Beethoven einer Ouvertüre und eine Schauspielmusik dazu. Beethoven hat seine Musik zum Schauspiel zwar als Auftragswerk geschrieben, aber er war persönlich sehr motiviert, denn Beethoven sympathisierte stets mit der Idee der Freiheit. Egmonts Idee war Beethoven ein inneres Anliegen. Seine Musik ist dabei ausdrucksstark, bildhaft und steigert die Wirkung des Dramas.